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Ratgeber

ReShade für Star Stable Online installieren

Schritt für Schritt vom Download bis zum fertigen Preset, erklärt für alle, die noch nie etwas installiert haben. Dazu die Frage, die vorher zu klären ist: Ist ReShade in Star Stable überhaupt erlaubt?

Silver Werewolves

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Star Stable Online mit aktivem ReShade, abends vor einer roten Scheune

ReShade legt sich wie ein Filter über das fertige Spielbild und verändert Farben, Kontrast, Schärfe, Licht und Unschärfe. Am Spiel selbst ändert es nichts: keine Dateien werden ersetzt, keine Werte verschoben, kein Vorteil entsteht. Deshalb sehen Screenshots aus Jorvik oft filmischer aus als das, was man selbst auf dem Bildschirm hat.

Diese Anleitung führt vom Download bis zum eingebundenen Preset durch den gesamten Weg, mit einem Bild zu jedem Schritt. Sie setzt nichts voraus außer einem Windows-Rechner, auf dem Star Stable Online läuft. Wer noch nie etwas außerhalb eines Installationsprogramms angefasst hat, kann sie von oben nach unten abarbeiten.

Ist ReShade in Star Stable erlaubt?

Ja. Star Stable beantwortet diese Frage im eigenen Hilfe-Center und hält dort fest, dass die Nutzung von ReShade in Ordnung ist. Zwei Einschränkungen nennt der Anbieter dazu. Technischen Support gibt es nicht, weil ReShade nicht von Star Stable stammt: Wer Abstürze oder Darstellungsfehler hat, wendet sich an die Entwickler des Programms, und der Kundendienst kann bei Problemen durch fremde Software nicht helfen. Außerdem untersagen die Nutzungsbedingungen Drittprogramme grundsätzlich, wovon ReShade eine ausdrücklich genannte Ausnahme ist.

Verständlich wird die Ausnahme, wenn man sich ansieht, was ReShade tut und was nicht. Es liest das fertige Bild aus, rechnet Farbe und Licht um und gibt es wieder aus. Es liest keine Spieldaten, verändert keine Serverantworten und verschafft keinen Vorteil im Spiel. Genau deshalb behandeln viele Spiele Bildfilter anders als Programme, die ins Spielgeschehen eingreifen.

Eine Grenze bleibt trotzdem: Add-ons sind nicht alle gleich. Solche, die Bilder verschönern oder das Aufnehmen erleichtern, bewegen sich im selben Rahmen wie ReShade selbst. Wer über Add-ons Dinge sichtbar machen würde, die das Spiel bewusst verbirgt, verlässt diesen Rahmen. Für diese Anleitung wird ohnehin nur ein einziges Add-on gebraucht, und das bringt ReShade von Haus aus mit.

Was du brauchst

  • Einen Windows-PC, auf dem Star Stable Online installiert ist. Auf dem Mac und auf Mobilgeräten funktioniert ReShade nicht.
  • Etwa zehn Minuten Zeit, beim ersten Start des Spiels kommen ein paar Minuten fürs Übersetzen der Effekte dazu.
  • Ungefähr 200 MB freien Speicherplatz für die mitgelieferten Effektsammlungen.
  • Optional eine Preset-Datei mit der Endung .ini, wenn du einen fertigen Look übernehmen möchtest.

Die Installation Schritt für Schritt

Die folgenden elf Schritte lassen sich einzeln durchklicken. Wer lieber alles am Stück liest, schaltet oben rechts auf „Alle Schritte anzeigen“ um.

Alle 11 Schritte

ReShade herunterladen

Öffne reshade.me und scrolle bis zum Abschnitt „Download“ ganz unten. Dort stehen zwei Schaltflächen untereinander, und es kommt auf die untere an: „Download ReShade 6.7.3 with full add-on support“. Die obere Schaltfläche installiert dieselbe Version ohne Add-on-Unterstützung, und damit fehlt später der Zugriff auf den Tiefenpuffer, auf den fast alle fertigen Presets für Star Stable angewiesen sind.

Downloadbereich auf reshade.me mit der hervorgehobenen Schaltfläche für die Fassung mit voller Add-on-Unterstützung
Die untere der beiden Schaltflächen ist die richtige.

Die Datei heißt anschließend ReShade_Setup_6.7.3_Addon.exe und liegt im Download-Ordner. Sie ist rund vier Megabyte groß. Falls der Browser oder Windows beim Herunterladen warnt: Die Datei ist digital signiert, die Seite reshade.me ist die offizielle Quelle, und ReShade ist quelloffen. Lade es trotzdem nirgendwo anders herunter, weil Kopien auf fremden Seiten verändert sein können.

Den Spielordner finden

ReShade muss wissen, welches Programm es erweitern soll, und dafür brauchst du den Ordner, in dem Star Stable liegt. Der Weg dorthin ist bei jedem etwas anders, je nachdem, wohin das Spiel installiert wurde. Zwei Wege führen zuverlässig hin.

Der erste geht über die Windows-Suche. Tippe unten in der Taskleiste „star stable online“ ein, klicke den Treffer aber nicht einfach an, sondern wähle rechts im Menü „Dateispeicherort öffnen“. Windows öffnet daraufhin ein Explorer-Fenster.

Windows-Suche mit Star Stable Online und dem hervorgehobenen Eintrag Dateispeicherort öffnen
Über die Windows-Suche kommst du direkt zur Verknüpfung des Spiels.

Landest du dabei in einem Ordner voller Verknüpfungen statt beim Spiel selbst, hilft der zweite Weg: Klicke die Verknüpfung „Star Stable Online“ mit der rechten Maustaste an und wähle „Eigenschaften“. Im Feld „Ziel“ steht der Pfad, den du gleich brauchst. Markiere ihn mit der Maus und kopiere ihn mit Strg + C.

Eigenschaften der Verknüpfung von Star Stable Online mit hervorgehobenem Zielpfad
Das Feld „Ziel“ verrät, wo das Spiel liegt.

Das Setup starten

Öffne den Download-Ordner und starte ReShade_Setup_6.7.3_Addon.exe mit einem Doppelklick. Eine Installation im klassischen Sinn findet nicht statt: Das Programm läuft einmal durch, legt seine Dateien in den Spielordner und wird danach nicht mehr gebraucht. Trotzdem lohnt es sich, die Datei aufzuheben, denn dasselbe Programm deinstalliert ReShade später auch wieder.

Download-Ordner im Windows-Explorer mit der hervorgehobenen Setup-Datei von ReShade
Ein Doppelklick auf die heruntergeladene Datei genügt.

Als Erstes erscheint die Warnung, von der oben schon die Rede war. Bestätige sie mit „OK“.

Warnhinweis der Add-on-Fassung von ReShade mit der Schaltfläche OK
Diese Meldung zeigt die Add-on-Fassung in jedem Spiel.

Star Stable auswählen

ReShade zeigt nun eine Liste von Spielen, die es auf dem Rechner gefunden hat. Star Stable steht dort in aller Regel nicht, weil es nicht über Steam installiert wird. Klicke deshalb unten rechts auf „Browse…“.

ReShade-Setup mit der Liste gefundener Spiele und der hervorgehobenen Schaltfläche Browse
Über „Browse…“ suchst du das Spiel selbst heraus.

Es öffnet sich ein Auswahlfenster. Füge oben in die Adresszeile den vorhin kopierten Ordnerpfad ein — ohne die Programmdatei am Ende, sonst startet stattdessen das Spiel — und drücke die Eingabetaste. Wer sich lieber durchklickt, kommt genauso ans Ziel. Im Spielordner öffnest du dann den Ordner „client“ mit einem Doppelklick, wählst darin die Datei SSOClient und klickst auf „Öffnen“.

Auswahlfenster im Ordner client mit markierter Datei SSOClient und der Schaltfläche Öffnen
Im Ordner „client“ liegt die Datei, um die es geht.

Der vollständige Pfad steht danach unten im Setup-Fenster. Prüfe kurz, dass er auf client\SSOClient.exe endet, und klicke dann auf „Next“.

ReShade-Setup mit eingetragenem Pfad zur SSOClient.exe und hervorgehobener Schaltfläche Next
Steht der richtige Pfad da, geht es weiter.

Die Grafikschnittstelle bestätigen

Jetzt fragt das Setup, über welche Grafikschnittstelle das Spiel zeichnet. ReShade rät den Wert anhand der Programmdatei, und die Vorauswahl ist bei Star Stable richtig: OpenGL. Du musst hier also nichts umstellen, sondern nur auf „Next“ klicken. Erkennbar ist das später auch daran, dass im Ordner „client“ eine Datei namens opengl32.dll auftaucht; über sie klinkt sich ReShade ein.

Auswahl der Grafikschnittstelle im ReShade-Setup mit vorausgewähltem OpenGL
Die Vorauswahl stimmt, hier ist nichts zu ändern.

Effekte auswählen

Auf der nächsten Seite bietet ReShade Sammlungen von Effekten zum Mitinstallieren an. Jede Sammlung ist ein Paket kleiner Programme, aus denen Presets später ihre Wirkung zusammensetzen. Wer ein bestimmtes Preset nachbauen will, braucht genau die Sammlungen, die es voraussetzt; wer erst einmal ausprobieren möchte, fährt mit der Vorauswahl gut.

Zwei Hinweise dazu. Mehr Sammlungen bedeuten mehr Effekte, die das Spiel beim ersten Start übersetzen muss, und das dauert entsprechend länger. Und wer versehentlich zu wenig ausgewählt hat, holt das jederzeit nach, indem er das Setup erneut startet. Über „Uncheck all“ oben rechts lässt sich alles abwählen, wenn du gezielt einzelne Pakete setzen willst.

Auswahl der Effektsammlungen im ReShade-Setup mit hervorgehobener Schaltfläche Uncheck all
Die Standardauswahl deckt die gängigen Presets ab.

Ganz unten gibt es zusätzlich ein Feld, in das sich eine Preset-Datei laden lässt. Trägst du dort ein fertiges Preset ein, lädt ReShade genau die Effekte nach, die es braucht. Wer noch kein Preset hat, lässt das Feld leer und klickt auf „Next“.

Add-ons überspringen

Als Letztes fragt das Setup nach Add-ons. Die Liste ist lang, aber für Star Stable braucht man daraus nichts: Das entscheidende Add-on für den Tiefenpuffer, „Generic Depth“, ist in der Add-on-Fassung bereits enthalten. Setze also keine Haken und klicke auf „Next“ beziehungsweise „Skip“. ReShade weist an dieser Stelle selbst darauf hin, dass unpassende Add-ons zu Abstürzen oder Leistungseinbußen führen können.

Add-on-Auswahl im ReShade-Setup, keine Haken gesetzt
Hier ist nichts nötig, das Wichtige ist schon dabei.

Danach kopiert das Setup seine Dateien in den Ordner „client“ und meldet den Abschluss. Das Fenster kannst du schließen.

Das Spiel starten

Starte Star Stable ganz normal. Schon im Ladebildschirm erscheint oben links ein schmaler schwarzer Streifen mit der Meldung, dass ReShade erfolgreich installiert wurde. Dieser Streifen ist der Beweis, dass alles sitzt. Lies ihn kurz mit: Dort steht auch, mit welcher Taste sich das Tutorial öffnen lässt, und genau diese Taste gilt bei dir.

Ladebildschirm von Star Stable Online mit der Meldung, dass ReShade erfolgreich installiert wurde
Erscheint diese Zeile, hat die Installation geklappt.

Beim ersten Start steht dort außerdem eine Weile „Kompiliere … Effekte verbleibend“. ReShade übersetzt dabei alle installierten Effekte in eine Form, die deine Grafikkarte versteht. Je nach Auswahl dauert das von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten, das Spiel kann in dieser Zeit kurz stocken. Beim zweiten Start geht es deutlich schneller, weil das Ergebnis zwischengespeichert wird.

Das Menü öffnen

Drücke im Spiel die Taste, die der Streifen im Ladebildschirm genannt hat. In den aktuellen Fassungen ist das Pos1, auf englischen Tastaturen mit „Home“ beschriftet. Beim ersten Mal startet ein kurzes Tutorial, das durch die Oberfläche führt; du kannst es durchklicken oder überspringen. Danach siehst du links das Menü mit den Reitern Start, Erweiterungen, Einstellungen, Statistiken, Log und Über.

Im Reiter „Start“ steht ganz oben das aktuelle Preset, darunter die Liste aller Effekte. Ein Haken schaltet einen Effekt an, ein zweiter Klick wieder aus, und die Wirkung ist sofort im Bild zu sehen. Genau so tastet man sich an einen eigenen Look heran.

TasteWirkung
Pos1 / HomeMenü öffnen und schließen (Standard; siehe Hinweis oben)
Endalle Effekte an- und ausschalten, gut für den Vorher-Nachher-Vergleich
Druck / Print ScreenBildschirmfoto mit Effekten speichern
Die Standardtasten, änderbar im Reiter „Einstellungen“.
Reiter Einstellungen im ReShade-Menü mit den Tastenbelegungen und Suchpfaden
Im Reiter „Einstellungen“ liegen Tastenbelegung, Suchpfade und der Ordner für Bildschirmfotos.

Ein fertiges Preset einbinden

Ein Preset ist eine einzelne Datei mit der Endung .ini, in der steht, welche Effekte mit welchen Werten aktiv sind. Solche Dateien werden in der Community geteilt und lassen sich in wenigen Handgriffen übernehmen.

Lege dazu im Ordner „client“ einen neuen Ordner an, zum Beispiel mit dem Namen „presets“, und kopiere die Preset-Dateien hinein. Ein eigener Ordner ist nicht zwingend, hält aber die Übersicht: Im Ordner „client“ liegen sonst schnell mehrere .ini-Dateien nebeneinander, die leicht zu verwechseln sind.

Ordner client im Windows-Explorer mit einem neu angelegten Ordner für Presets
Ein eigener Ordner im Verzeichnis „client“ hält die Presets beisammen.

Öffne dann im Spiel mit der Menü-Taste das Menü und klicke oben auf das Feld mit dem Preset-Namen. Es klappt eine Dateiliste auf, in der du in deinen Ordner wechselst, die gewünschte .ini anklickst und mit „Auswählen“ bestätigst. Das Bild ändert sich sofort. Über das Ordnersymbol rechts daneben lässt sich derselbe Ordner im Explorer öffnen, was das Nachlegen weiterer Presets bequem macht.

ReShade-Menü im Spiel mit geöffneter Dateiliste und markierter Preset-Datei
Preset anklicken, „Auswählen“ bestätigen, fertig.

Meldet ReShade dabei in roter Schrift, dass einzelne Effekte nicht geladen werden konnten, fehlt die passende Effektsammlung. Starte in dem Fall das Setup noch einmal, wähle dieselbe SSOClient.exe und setze die fehlenden Pakete nach; alternativ trägst du im Setup unten die Preset-Datei ein, dann sucht ReShade die benötigten Sammlungen selbst zusammen.

Wenn Tiefeneffekte nicht stimmen

Effekte wie Tiefenunschärfe oder Umgebungsverdeckung brauchen die Information, wie weit ein Bildpunkt von der Kamera entfernt ist. Diese Information liegt im sogenannten Tiefenpuffer, und manche Spiele liefern ihn kopfstehend. Erkennbar ist das daran, dass die Unschärfe genau falsch herum liegt: vorn scharf statt hinten, oder Schatten kleben an der falschen Kante.

Der Schalter dafür sitzt im Reiter „Start“ ganz unten hinter der Schaltfläche „Globale Präprozessordefinitionen bearbeiten“. Suche dort den Eintrag RESHADE_DEPTH_INPUT_IS_UPSIDE_DOWN und ändere den Wert von 0 auf 1 oder von 1 auf 0. Ein Klick auf „Anwenden“ übernimmt die Änderung.

ReShade-Menü mit den globalen Präprozessordefinitionen und dem markierten Eintrag für den umgedrehten Tiefenpuffer
Ein Wert, zwei Möglichkeiten: 0 oder 1.

Passiert dagegen überhaupt nichts, wird noch gar kein Tiefenpuffer benutzt. Zuständig dafür ist der Reiter „Erweiterungen“ ganz oben im Menü. Dort sitzt das Add-on „Generic Depth“, und der Haken davor muss gesetzt sein — ohne ihn bekommt kein Effekt eine Entfernungsinformation, und Tiefenunschärfe wie Umgebungsverdeckung bleiben wirkungslos.

Reiter Erweiterungen im ReShade-Menü mit dem Add-on Generic Depth und der Liste der erkannten Tiefenpuffer
Im Reiter „Erweiterungen“ wird entschieden, aus welchem Puffer die Tiefe kommt.

Darunter listet das Add-on die gefundenen Tiefenpuffer auf, jeweils mit Auflösung, Format und der Zahl der Zeichenaufrufe. Steht dort mehr als ein Eintrag, setze den Haken bei dem, der deiner Bildschirmauflösung entspricht und die mit Abstand meisten Zeichenaufrufe hat; das ist der Puffer, in den das Spiel die Welt zeichnet. Die beiden Optionen „Copy depth buffer before clear operations“ und „Copy depth buffer before fullscreen draw calls“ dürfen dabei aktiv bleiben, sie helfen bei Spielen, die ihren Puffer zwischendurch leeren.

Bleibt die Liste leer, läuft das Spiel in einem Modus, in dem ReShade nicht mitlesen kann. Ein Wechsel zwischen Vollbild und Fenstermodus in den Grafikeinstellungen des Spiels löst das meistens. Und noch einmal zur Erinnerung: Ohne die Fassung mit voller Add-on-Unterstützung aus Schritt 1 fehlt „Generic Depth“ ganz, dann hilft nur eine Neuinstallation mit der richtigen Datei.

Was ReShade an Leistung kostet

Jeder aktive Effekt wird für jedes einzelne Bild neu berechnet, und das kostet Leistung. Ein Schärfefilter fällt kaum ins Gewicht, während aufwendige Presets mit Umgebungsverdeckung, Tiefenunschärfe und mehreren Beleuchtungseffekten die Bildrate deutlich senken können, auf schwächeren Rechnern bis zur Unspielbarkeit. Solange das Menü offen ist, sinkt sie zusätzlich, das ist normal.

Drei Dinge helfen. Schalte Effekte ab, die du nicht siehst, denn viele Presets bringen Ebenen mit, die im Alltag kaum auffallen. Setze am unteren Rand des Menüs den Haken bei „Leistungsmodus“, sobald du mit den Einstellungen zufrieden bist; ReShade spart sich dann die Möglichkeit, Werte im laufenden Betrieb zu ändern, und arbeitet schneller. Und benutze die End-Taste: Für das Reiten im Alltag Effekte aus, für den Screenshot wieder an.

Wenn Star Stable aktualisiert wird

Spiel-Updates lassen die ReShade-Dateien in aller Regel unangetastet, weil sie in einem Ordner liegen, den der Aktualisierer nicht ersetzt. Verschwindet der schwarze Streifen beim Start trotzdem, wurde die Datei opengl32.dll überschrieben. Dann genügt es, das Setup erneut zu starten, dieselbe SSOClient.exe auszuwählen und den Ablauf zu wiederholen; Presets und Effekte bleiben dabei erhalten.

ReShade wieder entfernen

Starte das Setup erneut und wähle dieselbe SSOClient.exe. ReShade erkennt die vorhandene Installation und bietet an, sie zu entfernen. Wer lieber von Hand aufräumt, löscht im Ordner „client“ die Datei opengl32.dll sowie ReShade.ini, ReShade.log und den Ordner reshade-shaders. Am Spiel selbst ändert sich dadurch nichts, und die Installation lässt sich jederzeit wiederholen.

Häufige Stolpersteine

  • Kein schwarzer Streifen beim Start: Meist wurde die falsche Programmdatei gewählt. Es muss SSOClient.exe im Ordner „client“ sein, nicht der Starter im Hauptordner.
  • Das Menü öffnet sich nicht: Vielleicht ist eine andere Taste belegt als gedacht, eine andere Anwendung fängt sie ab, oder das Spiel läuft nicht im Vordergrund. Was gilt, steht hinter „OverlayKey“ in der Datei ReShade.ini im Ordner „client“; im Reiter „Einstellungen“ lässt sich die Taste auf eine freie legen.
  • Rote Fehlermeldungen über nicht geladene Effekte: Dem Preset fehlen Effektsammlungen. Setup erneut starten und die fehlenden Pakete nachinstallieren.
  • Alles wirkt überzeichnet: Presets sind für den Bildschirm ihres Erstellers gebaut. In den Effekten lassen sich die Stärken einzeln herunterregeln.
  • Das Bild ruckelt seit der Installation: zu viele aktive Effekte. Erst einmal alles abschalten und dann gezielt einzelne wieder dazunehmen.
  • Schwarzer Bildschirm nach dem Start: Wechsle im Spiel zwischen Vollbild und Fenstermodus, das löst die meisten dieser Fälle.

Zum Schluss

ReShade ist schnell installiert, jederzeit wieder zu entfernen und vom Anbieter ausdrücklich erlaubt. Der größte Teil der Arbeit liegt nicht in der Installation, sondern danach: Ein Preset ist selten auf Anhieb das, was man selbst schön findet, und die eigentliche Zeit geht für das Nachjustieren einzelner Effekte drauf. Wer das nicht möchte, bleibt bei einem fertigen Preset und schaltet es mit der End-Taste an, wenn ein Bild entstehen soll.

Häufige Fragen

Ist ReShade in Star Stable Online erlaubt?
Ja. Star Stable schreibt in seinem Hilfe-Center, dass die Nutzung von ReShade in Ordnung ist. Zwei Einschränkungen nennt der Anbieter dabei: Technischen Support für das Programm gibt es nicht, weil es von Dritten stammt, und die Nutzungsbedingungen untersagen Drittprogramme grundsätzlich, wovon ReShade eine ausdrückliche Ausnahme ist.
Warum warnt das Setup vor Sperren in Mehrspieler-Spielen?
Diese Warnung zeigt die Add-on-Fassung von ReShade in jedem Spiel an, unabhängig davon, um welches es sich handelt. Sie stammt von den ReShade-Entwicklern und nicht von Star Stable, denn manche Online-Spiele mit strengem Anti-Cheat-System werten Add-ons als unerlaubten Eingriff. Für Star Stable gilt die Aussage aus dem Hilfe-Center des Anbieters.
Warum die Fassung mit „full add-on support“?
Ohne Add-ons sperrt ReShade in Spielen mit Netzwerkverbindung den Zugriff auf den Tiefenpuffer. Effekte, die Entfernung brauchen, funktionieren dann nicht: Tiefenunschärfe bleibt wirkungslos, Umgebungsverdeckung ebenso. Die meisten fertigen Presets für Star Stable setzen genau darauf, deshalb die Fassung mit Add-on-Unterstützung.
Wo finde ich SSOClient.exe?
Im Unterordner „client“ des Spielordners, typischerweise unter einem Pfad wie E:\Games\StarStableOnline\Star Stable Online\client\SSOClient.exe. Den Spielordner findest du über die Windows-Suche mit „Dateispeicherort öffnen“ oder über die Eigenschaften der Verknüpfung auf dem Desktop.
Mit welcher Taste öffne ich das ReShade-Menü?
In den aktuellen Fassungen mit Pos1, auf englischen Tastaturen „Home“. Verbindlich ist aber die Taste, die beim Start im schwarzen Streifen genannt wird: Ältere Fassungen benutzten Umschalt + F2, und eine übernommene ReShade.ini kann diese Belegung erhalten haben. Auf vielen Laptops braucht Pos1 zusätzlich die Fn-Taste. Ändern lässt sich alles im Reiter „Einstellungen“.
Kostet ReShade Bilder pro Sekunde?
Ja, je nach Preset deutlich. Einzelne scharfzeichnende Effekte kosten kaum etwas, aufwendige Presets mit Umgebungsverdeckung, Tiefenunschärfe und mehreren Beleuchtungseffekten können die Bildrate halbieren oder stärker senken. Weniger aktive Effekte helfen sofort, und der Leistungsmodus am unteren Rand des Menüs spart zusätzlich, sobald man mit den Einstellungen zufrieden ist.
Wie werde ich ReShade wieder los?
Das Setup noch einmal starten, dieselbe SSOClient.exe auswählen und die Deinstallation bestätigen. Alternativ lassen sich im Ordner „client“ die Datei opengl32.dll, die Dateien ReShade.ini und ReShade.log sowie der Ordner reshade-shaders löschen. Am Spiel selbst ändert sich dadurch nichts.
Darf ich Presets weitergeben?
Preset-Dateien mit der Endung .ini ja, die sind ausdrücklich zum Teilen gedacht. Die Programmdateien und Shader von ReShade selbst sollen dagegen nicht weitergegeben werden; wer ReShade braucht, lädt es auf reshade.me herunter.